Auch Neuköllner unterzeichneten die Protestnote gegen Ferda Ataman

28.06.2022 12:35 von Redaktion

Gehören zu den Kritikern von Ataman: Hikel und Balci

Es gibt Protest gegen die designierte Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes Ferda Ataman. Sie wurde am 15.06.2022 wurde dem Bundestag als „Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung“ vorgeschlagen. Über ihre Wahl muss der Bundestag im Juli abstimmen.

Der Protest wird in einem „Offener Brief an die Fraktionsvorsitzenden der Regierungskoalition“ geäußert. Verfasst hat ihn die „Initiative Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung“. Zu den Unterzeichnern der Protestnote gehören unter anderem die Neukölner Integrationsbeauftragte Güner Balci, der Publizist Ahmad Mansour, die Rechtsanwältin, Autorin und Gründerin der Ibn Rushd-Goethe Moschee.Die Moschee vertritt einen progressiven, zeitgemäßen Islam, welcher mit Demokratie und Menschenrechten vereinbar ist. Gelebt wird hier ein Islam, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt und gleichwertig sind. Ebenfalls unterzeichnet haben diese Protestnote die persiche Schriftstellerin Fahime Farsaie, der Kreisvorsitzende der Neuköllner CDU Falko Liecke, das Bündnis gegen Antisemitismus Neukölln und der Bundesvorstand des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Auch Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel gehört zu den Kritikern von Ferda Ataman.

 

https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus239585205/Ferda-Ataman-darf-Probleme-in-muslimischen-Milieus-nicht-ignorieren.html

 

 

Ferda Ataman wird dafür kritisiert, dass sie Rassismus, der auch von Migranten selbst, etwa gegenüber nicht-muslimischen Menschen ausgeht, ausblende. Ferner versuche sie, ihr unliebsame Meinungen, wie etwa die von Hamed Abdel Samad oder Seyran Ates, aus dem Diskurs auszuschließen. Darüber hinaus ignoriere und verhöhne sie Menschen, die Gewaltformen innerhalb der migrantischen Gemeinschaften kritisieren, wie etwa Islamismus oder Zwangsverheiratungen. Sie sorge so „nicht nur für Spaltung und Ressentiment in der Gesellschaft, sondern legitimiert sogar Diskriminierung“. Kritisiert wird in dem Brief auch, dass Ataman verlange, „den Phänomenbereich des Antisemitismus nicht mehr gesondert zu betrachten, sondern lediglich als Unterkategorie von Rassismus“ betrachte. Dies, obgleich Experten wie zum Beispiel Samuel Salzborn, Antisemitismusbeauftragter des Landes Berlin zu Recht betonen, wie „wichtig die Unterscheidung ist, um Antisemitismus effektiv bekämpfen zu können.“

Interessierte können den Brief hier als PDF downloaden. Oder unter: https://www.saekulare-migrantinnen.com/OB-BT-Ataman nachlesen





 

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