Heute: Aktionstag gegen Schmerz Patientenhotline (0800-18 18 120)

06.06.2017 08:00 von Stephanus Parmann

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 %) berichten über chronische Schmerzen, 95 % davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Lege man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liege bei rund 2,2 Mio. Deutschen, so die Deutsche Schmerzgesellschaft.
Oftmals dauere es drei bis sechs Jahre, bevor chronische Schmerzpatienten einen geeignete Behandlung fänden.
Ein großes Problem sei auch: Neben der Therapie von chronischen Krankheiten gäbe es massive Probleme der Schmerzbehandlung im Krankenhaus, beispielsweise im Umfeld von Operationen. Der offizielle HTA-Bericht ( Health Technology Assessment-Bericht) der Bundesregierung zeige: In fast der Hälfte der Fälle hätten Patienten im Krankenhaus vermeidbare Schmerzen, der Akutschmerzdienst müsse von dahr verbessert werde, so die Schmerzgesellschaft. "Die Versorgung von Schmerzpatienten ist lückenhaft. Patienten irren lange im Dschungel des Gesundheitswesens umher, bevor Sie gute Hilfe finden", so Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.: Er fordert, dass das Patientenrecht auf gute Schmerzbehandlung gestärkt werden muss.
 

 

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