Kleingärtner auf der Grünen Woche

17.01.2017 17:23 von Stephanus Parmann

Das Kleingartenparadies im Aufbau, Foto: Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V.

Die Kleingärtner aus Berlin und Brandenburg warten auf der Internationalen Grünen Woche 2017 mit einem farbenfrohen Kleingartenparadies auf. Als Partnerverband begrüßen sie den Landesverband Niedersächsischer Gartenfreunde e.V.. Auch der Bezirksverband Süd der Kleingärtner, wozu Neukölln gehört, wird vertreten sein. Am 26. Janaur präsentiert er sich und die Neuköllner Anlagen in der Zeit von 10.00-18.00 Uhr in der Blumenhalle 2.2..

 Die Grüne Woche markiert traditionell den Start ins neue Gartenjahr. Die Kleingärtner gehören seit 1948 traditionell zum Gesicht der Internationalen Grünen Woche – denn maßgeblich durch ihr Engagement wurde die Landwirtschaftsschau nach dem 2. Weltkrieg wiederbelebt. So eröffnen in diesem Jahr die Gartenfreunde aus Berlin, Brandenburg und Niedersachsen in der Blumenhalle (Halle 2.2) mit einem farbenfrohen Paradiesgarten – einer eigenwilligen Interpretation des diesjährigen Hallenmottos „Das Paradies ist überall“. Das Martin Luther zugeschriebene Zitat bildet die Verbindung zum Jubiläumsjahr der Reformation.

„Wir Kleingärtner nehmen das fünfhundertste Jubiläum zum Anlass, Martin Luther zu ehren und den Besuchern unsere Interpretation eines Paradieses in der Blumenhalle vorzustellen“, sagt Günter Landgraf, Präsident des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde e.V. „Denn neben allen fernen Paradiesen ist es ja auch möglich, inmitten von Städten viele kleine Paradiese zu schaffen.“

Das Zentrum des „Kleingartenparadieses“ bildet eine mosaikartig gestaltete Lutherrose, die aus verschiedenen Bohnen- und Samensorten gebildet worden ist. Um die Lutherrose herum stehen ein Apfelbaum als Symbol der biblischen Erzählung von Adam und Eva sowie ein steinerner Brunnen als Abbild der Quelle des Lebens. Das Ensemble wird von zahlreichen blühenden Mandelbäumchen und Forsythien eingerahmt.

Ferner lädt ein rund 240 Quadratmeter großer Mustergarten zum Phantasieren ein – so könnte ein innerstädtisches Paradies aussehen, das den Vorgaben der kleingärtnerischen Nutzung entspricht. Neben einer Laube in typischer Ausstattung finden sich Gemüsebeete mit Knollenfenchel, Tomaten, Brokkoli, Mangold, Blattkoriander, Buschbohnen und Rosenkohl sowie Zwetschgen-, Birnen- und Zierapfelbäumchen, Sträucher der roten, weißen und schwarzen Johannisbeere sowie Christrosensträucher.

Die Berliner Kleingärtner präsentieren inmitten des gartenarchitektonischen Gesamtkunstwerkes ein buntes Mitmachprogramm für die ganze Familie. So demonstrieren sie etwa den Anbau und die Vermehrung von Wurzelgemüse, laden zur Zubereitung und Verkostung von Marmelade sowie zur Anfertigung von Blumengestecken aus kleingartentypischen Pflanzen ein. Basteln mit Blumentöpfen für Frühblüher und Rezepte für Gartenprodukte stehen ebenso auf dem Programm. Die Gartenfachberater geben Tipps rund um das ökologische Gärtnern, insbesondere zu Pflanzenschädlingen, zur Förderung von Nützlingen, zur Bodenqualität, zum Obstbaumschnitt und zu Trends in der Gartengestaltung.

Veranstaltungen

Das 14.Forum der Gartenfachberater (22.1.2017, 10 Uhr, CityCube) steht unter dem Motto „Stadtentwicklung, Kleingärten, Klimawandel – was steht an?“ Die Impulsreferate von Dr. Fritz Reusswig (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung), Manfred Schubert (Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz) und Eva Foos (Albrecht-Daniel-Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der HUB) thematisieren die Folgen des Klimawandels für das Stadtgrün, insbesondere Kleingärten. Das Podiumsgespräch moderiert Heike Boomgaarden (Diplom-Gartenbauingenieurin und Journalistin).

Großer Höhepunkt ist am 21.1.2017 ab 20.00 Uhr der 60. Ball der Gartenfreunde – Funkturm-Gala im Palais am Funkturm. Darüber hinaus finden zwei verbandsinterne Veranstaltungen statt: Eröffnungsveranstaltung (19.1.2017, mit Einladung) und Neujahrsempfang (26.1.2017, mit Einladung).

Vom 20. bis 29. Januar 2017 wird die 91. Grüne Woche durchgeführt, zum 82. Mal mit internationaler Beteiligung. Ihre Wiederbelebung nach dem Zweiten Weltkrieg im Sommer 1948 geht wesentlich auf das Engagement der Berliner Kleingärtner zurück.

http://www.gruenewoche.de

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