Neues Förderprogramm Einbruch-Schutz

01.06.2015 09:48 von Stephanus Parmann

Neues Förderprogramm für Einbruchssicherungsmaßnahmen – auch für Mieter

Polizeil. Kriminalprävention Länder/Bundes www.polizei-beratung.de

Private Einbruchsicherungsmaßnahmen sollen künftig finanziell vom Staat bezuschusst werden. Darauf weist die Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Eva Högl hin. Insgesamt sollen 30 Mio. Euro für ein neues Förderprogramm „Kriminalprävention durch Einbruchsicherung“ zur Verfügung gestellt werden. Das Programm soll drei Jahre laufen (2015-2017) und pro Jahr mit je zehn Millionen Euro ausgestattet sein, so Steffen Claudio-Lemme, zuständiger Berichterstatter der SDP- Bundestagsfraktion. Anspruchberechtigt seien auch Mieterinnen und Mieter. Wer mindestens 500 Euro zum Schutz seines Wohnraums in die Hand nehme, könne einen Zuschuss in Höhe eines Fünftels für Materialkosten, höchstens jedoch 1.500 Euro erhalten. 
„Wir wollen", so Eva Högl, „der steigenden Anzahl an Wohnungseinbrüchen einen Riegel vorschieben und das möglichst schnell: Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik mit zirka 152.000 registrierten Fällen einen Anstieg um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei entstand ein Gesamtschaden von rund 422 Mio. Euro. Neben dem Sachschaden haben die Betroffenen häufig auch mit psychischen Belastungen zu kämpfen." 
Genau hier setze das geplante Programm an: Damit sich die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Zuhause sicher fühlen können, sollen künftig über das SPD-geführte Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit staatliche Fördermittel für private Wohnungssicherungsmaßnahmen bewilligt werden. „Die Zuschüsse für Investitionen in einbruchsichere Türen, Schlösser oder Fenster können zusätzlich zu der steuerlichen Absetzbarkeit der Handwerkerleistungen in Anspruch genommen werden", so die SPD-Bundestagsabgeordnete Högl. Expertinnen und Experten zufolge sind präventive Sicherungsmaßnahmen ein wichtiger Schritt, um Einbrüche zu verhindern: 2014 scheiterten rund 40 Prozent der Wohnungseinbrüche wegen geeigneter Sicherheitstechnik. Eva Högl: „Die SPD-Fraktion hat sich dafür stark gemacht, dass die Fördermittel auch von Mieterinnen und Mietern beansprucht werden können und eine Förderung bereits bei relativ geringen Investitionssummen möglich ist. Sobald die Details des Förderprogramms beschlossen sind, können die Gelder fließen“, so Högl weiter. Unseren Informationen zufolge sollen die Zuschüsse beantragt werden bei der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Ihr sollten vor Beginn der Baumaßnahme zwei Angebote eingereicht werden, beziehungsweise ein Angebot einer zertifizierten Fachfirma vorliegen, um an das Geld heranzukommen. Die Auszahlung erfolge dann nach Vorlage der Originalrechnung.

Die KfW wird, sobald weitere Einzelheiten zu dem Programm „Kriminalprävention durch Einbruchsicherung“ vorliegen, darüber informieren. Über die bisherigen Fördermöglichkeiten zum Einbruchschutz  bekommen  Interessenten  hier Auskunft.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Einbruchschutz/

 

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