Messerattacke im Sozialamt Neukölln

25.09.2016 07:04 von Stephanus Parmann

Sozialstadtrat Szczepanski bedant sich für Anteilnahme der Neuköllner

Am Morgen des 19. September ist es zu einem tätlichen Angriff gegen einen Mitarbeiter der Sozialen Wohnhilfe gekommen. Dabei hat ein 57-Jähriger wohnungsloser Mann ein Amtszimmer der sozialen Wohnhilfe mit einem Jagdmesser betreten, dabei sofort eine Mitarbeiterin zur Seite gestoßen, um in den nächsten Raum zu gelangen, wo er einen Mitarbeiter mit dem Jagdmesser unterhalb der Brust verletzte, nachdem eine weiter Mitarbeiterin flüchtete. Auch ein hinzueilender Wachmann des Sicherheitsdienstes wurde verletzt. Ihm stach der flüchtige Täte auf dem Flur in den Arm. Der Täter konnte noch am gleichen Tag durch die Polizei festgenommen werden. Dem betroffenen Sozialamtsmitarbeiter und Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes geht es den Umständen entsprechend gut, glücklicherweise war die Verletzung nicht sehr tief, bemerkte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey in der am selben Tag eiligst einberufenen Pressekonferenz. Eine psychologische Beratung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat unmittelbar nach dem Vorfall stattgefunden und wird auch weiterhin angeboten. Aus der Neuköllner Bevölkerung, von Trägern und Institutionen, mit denen die Abteilung Soziales zusammenarbeitet, wie auch von politischen Organisationen sind in den letzten Tagen in großer Anzahl mitfühlende Reaktionen im Sozialamt eingegangen. Neben Anteilbekundungen und Genesungswünschen waren darunter auch Lob und Anerkennung für die tagtägliche Arbeit der Kolleginnen und Kollegen im Amt zu finden. „In der Hoffnung, dass sich ein derartiges Ereignis nie wiederholen wird, bedanke ich mich im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialen Wohnhilfe beziehungsweise der gesamten Abteilung Soziales ausdrücklich für das uns entgegengebrachte Mitgefühl und die ermutigenden Worte. Unser Dank gilt an dieser Stelle auch der Berliner Polizei und den Rettungskräften, die innerhalb kürzester Zeit im Rathaus Neukölln vor Ort im Einsatz waren“, betont Sozialstadtrat Bernd Szczepanski.

„Die Sicherheit der Mitarbeiter geht vor“, betonte Giffey. Nach dieser Messerattacke war man sich einig, die Sicherheit im Rathaus  zu erhöhen, etwa indem der Wachschutz weiter erhöht wird.

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