Adenauerausstellung in Rudow

27.07.2017 09:44 von Stephanus Parmann

Kunstausstellung „Adenauer in Bildern“ - Zum 50. Todestag von Konrad Adenauer

„Adenauer in Bildern“ ist die einzige Ausstellung in Deutschland, die anlässlich des 50. Todestages des 1. Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland die Künstlerporträts zeigt. Zu sehen ist die Ausstellung in der Zeit vom 30.07. bis zum 17.09. in der direkt gegenüber der Alten Dorfkirche liegenden Kulturscheune in Rudow in der Köpenicker Straße 182.

Konrad Adenauer faszinierte als Persönlichkeit viele Künstler und war selbst ein Kunstliebhaber. Allein seine markanten Gesichtszüge forderten viele Künstler heraus, den Mann von Welt ins Visier zu nehmen, um ein Porträt von ihm zu erstellen. Kein Wunder also ,dass von dem Staatsmann Adenauer im Laufe seines Lebens und posthum verschiedenste Porträts unterschiedlichster Stilrichtungen gefertigt wurden: So malte der spanische Surrealist Salvador Dalí Konrad Adenauer und stellte ihn an die Seite von Johann Wolfgang von Goethe.  Auch der Wiener Aktionskünstler Otto Mühl fertigte ein Porträt an. Ebenso der österreichische Expressionist Oskar Kokoschka. Er soll sich sogar mit Adenauer angefreundet haben. Auch der international renommierte Ernst-Günter Hansing porträtierte den Kanzler und ließ sich beeindrucken. Die Reihe der Künstler, die Adenauer malten oder zeichneten, ist lang: Zu ihnen zählten außerdem der deutsche Bildhauer Arno Breker, der Brite Graham Sutherland, Ernst Fuchs, der Begründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus oder der Fluxus-Künstler Wolf Vostell, um nur die bekanntesten unter ihnen zu nennen.

Die Ausstellung zeigt rund 70 Exponate, darunter 20 Originale und auch Karikaturen,  so der Kurator der Ausstellung Manfred Schweiker. Die Ausstellung beschränkt sich dabei allerdings nicht auf die Künstlerporträts, sondern ordnet diese auch anhand von Fotos und Geschichten zeitgeschichtlich und thematisch ein. Themen sind: Adenauer vor 1945, Adenauer – erster Bundeskanzler und die Besatzungsmächte, Schaffung der Grundlagen der Demokratie, Anbindung an den Westen / Aussöhnung mit Frankreich, „Wiedergutmachung“ für Israel , Heimholen der Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion, das Wirtschaftswunder, das Sicherheitskonzept und der „Unruhestand“ (nach 1963). Weiteres Highlight der Ausstellung ist, dass der Gründungsdirektor der Konrad Adenauer Stiftung in Berlin  einen bislang in Deutschland noch unveröffentlichten Film zur Verfügung stellt. Dieser zeigt Konrad Adenauer zusammen mit Oskar Kokoschka anlässlich der Porträtsitzungen in Cadenabbia im Jahr 1966. Cadenabbia ist ein Ort am Comer See in Norditalien, wo Adenauer gerne in der Villa la Collina seinen Urlaub verbrachte. Hier empfing er auch den Maler Graham Sutherland. Der zweite Höhepunkt der Ausstellung ist das Thema Adenauer und Christentum. Das Christentum und die christlichen Werte spielten für Adenauer eine große Rolle. In diesem Kontext zeigt die Ausstellung ein Exemplar der Dalí-Bibel, von der 1499 edle Exemplare geschaffen wurden. Gezeigt wird hier die Nummer 83/1.499 dieser Luxus-Edition sowie einige Original-Lithographien, die Bibel wiegt mehr als 60 kg.

Adenauer in BIldern

Kulturscheune Rudow

30.07. bis zum 17.09.

Vernissage am Sonntag, 30. Juli 2017, um 12.00 Uhr, Köpenicker Str. 182, 12355 Berlin

Die Ausstellung wird während der Ausstellungszeit mittwochs von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr, sowie samstags und sonntag svon 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet sein. Der Kurator der Ausstellung, Manfred Schweiker, wird täglich um 16.00 Uhr und 18.00 Uhr sowie am Wochenende zusätzlich um 12.00 Uhr professionelle Führungen durch die Ausstellung durchführen.

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