Berlins Mitte fängt in Rudow an

02.04.2013 06:33 von Stephanus Parmann

Zum zweiten Mal ein großer Erfolg: „Rudow liest“

In der Boutique OPEN-AIR waren alle Plätze belegt

Glücklich lächelnde Autoren und ein applaudierendes Publikum. Das waren die Kennzeichen des diesjährigen Lesefests „Rudow liest“, das nunmehr zum zweiten Mal erfolgreich um Alt-Rudow stattgefunden hat. Veranstaltet hat es die Aktionsgemeinschaft Rudow (AG Rudow), angeschlossen hatten sich die Evangelische Kirchengemeinde Rudow, der Verein Alte Dorfschule und das Lernstudio Barbarossa. Auf die Idee, nur einige Tage vor der Leipziger Buchmesse ein Lesefest mit großartigen Autoren zu veranstalten, kam der Geschäftsführer der Rudower Buchhandlung LEPORELLO und AG Rudow-Mitglied Heinz Ostermann. Doch viel Überzeugungsarbeit musste er bei den kulturfreudigen Geschäftsleuten der AG Rudow nicht leisten. Auch 2013 zogen sie als Veranstalter mit und boten den Rudowern insgesamt zehn Lesungen bei freiem Eintritt. Vom Krimi bis hin zum Wanderbuch und dem Liebesroman war für jeden Lesegeschmack etwas dabei. 

Wer im Vorfeld von Rudow liest einen Blick in die Autorenliste warf, wusste, dass er sich einen Platz reservieren sollte. Hunderte Menschen kamen und lauschten gespannt. Denn mit Autoren wie dem rbb-Gartenzeit-Moderator Hellmuth Henneberg, mit Armin Strohmeyer und Linus Reichlin, dem Berliner Lesebühnenstar Uli Hannemann oder der Berliner Schriftstellerin Ulrike Sterblich, kamen erstklassige Autoren nach Rudow.  

Und so überraschte es niemanden, dass sich die ungewöhnlichen Leseorte im Nu mit Publikum füllten. Weder in der Boutique OPEN-AIR, wo Kerstin Hohlfeld aus ihrem Frauenroman „Herbsttagebuch“ las,  eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Sanitätshaus Telschow, noch bei den Lesungen bei „Ganz Ohr“ oder  dem TUI-ReiseCenter von Renate Humerik in Alt-Rudow 25 war noch ein Platz frei. Mitunter standen die Menschen in den Gängen oder im Raum – so im Lernstudio Barbarossa, als Jonas Hartmann aus „Südstern“ las – um ihren Favoriten bloß nicht zu verpassen. Und das hat sich mehr als gelohnt. Denn die Autoren selbst bereiteten sich sehr gut auf die Lesungen vor und waren sichtlich berührt vom Rudower Lesepublikum. Auch nach der Lesung tauschten sie sich mit ihren Lesern über die Buchinhalte aus, scherzten und gaben reichlich Autogramme, indem sie die Bücher signierten. Dabei zeigte sich für alle Beteiligten eines: Berlins Mitte fängt in Rudow an!

Stephanus Parmann

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