Brandanschlag auf SPD Politiker-Fahrzeug in Rudow

27.06.2016 18:57 von Stephanus Parmann

SPD verurteilt Brandanschlag auf Auto ihres stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden

1. Anschlag auf das Fahrzeug erfolgte Ende Dezember 2014 - Schaden: 5000 EUR (Foto 2014)

In der Nacht zum Montag haben Unbekannte in Rudow das Auto des Bezirksverordneten und stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Scharmberg vollkommen zerstört. Laut Polizeibericht war das Fahrzeug „zuvor von Unbekannten in Brand gesetzt worden. Ein Anwohner habe gegen 2.40 Uhr Polizei und Feuerwehr alarmiert, nachdem er einen lauten Knall wahrgenommen habe und das in Flammen stehende Auto sah. Mehrere Personen seien unerkannt geflüchtet. Die Feuerwehr hat den Brand, der das Fahrzeug komplett zerstörte, gelöscht. Dazu Franziska Giffey, Kreisvorsitzende der Neuköllner SPD: „Die Angriffe auf Politikerinnen und Politiker in unserem Land häufen sich. Es ist nun schon das dritte Statement in kurzer Zeit, das ich nach Angriffen auf SPD-Bürgerbüros in Neukölln, oder wie nun auf ein privates Fahrzeug abgeben muss. Die Neuköllner SPD verurteilt die erneute Attacke auf Peter Scharmberg aufs Schärfste und spricht ihm die volle Solidarität aus. Es gilt: Wer Volksvertreter attackiert, greift die Grundpfeiler unserer Demokratie an!“ Dieser feige und hinterhältige Angriff habe nichts, aber auch rein gar nichts mit politischer Auseinandersetzung zu tun, so der Fraktionsvorsitzende der Neuköllner SPD, Lars Oeverdieck. „Es muss die Aufgabe aller Demokraten sein, solchen Einschüchterungsversuchen und Drohungen geschlossen entgegen zu treten, betont Oeverdieck. Auch Martin Hikel, Vorsitzender der SPD Rudow und Kandidat für das Berliner Abgeordnetenhaus, ist entsetzt: „Ich bin zutiefst schockiert über die jüngsten Anschläge auf meinen geschätzten Kollegen Peter Scharmberg, der sich als Kommunalpolitiker stets konkret und nachweislich vor Ort für die Lebensverbesserung der Menschen einsetzt“, kommentiert Hikel den Gewaltakt. Die Verrohung der politischen Diskussion sei mehr als besorgniserregend, egal welche Motivation hinter den Brandanschlägen stecke. „Ich hoffe sehr, dass die Brandstifter gefasst werden. Meine Solidarität gilt Peter Scharmberg.“ Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen zum Brandanschlag übernommen.

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