Ehrennadel wurde an zwei Rudow-Aktive verliehen

20.01.2014 17:16 von Stephanus Parmann

Sabine Zannoni packt stets tatkräftig an

Der Bezirk Neukölln vergibt alljährlich zum Jahresende die Ehrennadel an verdiente Bürger außerhalb der Politik, die sich für das Gemeinwohl eingesetzt haben. Diesmal waren auch zwei Bürger aus Rudow dabei: Sabine Zannoni von der Aktionsgemeinschaft Rudow (AG Rudow) und Wolfgang Preußing vom lokalen Sportverein Turn- und Sportverein Rudow 1988  (TSV Rudow). Sie bekamen nach feierlichen Reden von Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky die Ehrennadel vom Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung, Jürgen Koglin, angeheftet.  Außerdem geehrt wurden Mustafa Akcay vom Deutsch-Türkischen Zentrum für sein Engagement als Mittler zur türkischen Community und Gerhard Richter vom MitMachZirkus Circus Mondeo für sein Engagement für Neuköllner Grundschüler. Auch die Pflegemutter Rita Schröder wurde die Ehrennadel verliehen. Gemeinsam mit ihrem Mann ermöglicht sie Kindern, die längst aufgegeben wurden, ein würdiges Leben. Zu Guter Letzt bekam die 23jährige Judo-Sportlerin Laura Vargas Koch die Ehrennadel für ihre sportlichen Erfolge verliehen. Laura Vargas Koch wurde in diesem Jahre in Rio de Janeiro Vizeweltmeisterin im Judo in der Klasse bis 70 kg. So haben alle Geehrten in den vergangenen Jahren vorbildliches Engagement gezeigt beziehungsweise ihre Fähigkeiten und Kompetenzen anderen zur Verfügung gestellt und so die Gemeinschaft gestärkt.



Wolfgang Preußing


Als gebürtiger Neuköllner war Wolfgang Preußing bereits im Knabenalter im TSV Rudow aktiv   und machte die ersten Sporterfahrungen. Später traten seine drei Kinder dem Sportverein bei. Im Zuge dessen übernahm Preußing als Übungsleiter und Vorstandsmitglied Funktionen beim TSV Rudow. Seit 1972 ist er dessen 1. Vorsitzender.  Gewürdigt wurde Preußings Verdienst, weil sich der ursprüngliche Dorfverein unter seiner Führung zu einem Mehrsparten-Sportverein im Süden Berlins mit nahezu 5.000 Mitgliedern entwickelte. Der TSV Rudow bietet heute als 125-jähriger Jubilar in 14 Sportarten vielfältige Angebote für alle Altersgruppen im Freizeit-, Breiten-, Leistungs- und Gesundheitssport. „Herr Preußing hat sein Leben dem Vereinssport verschrieben. Er hat damit nicht nur Generationen von Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle sportliche Freizeitgestaltung geboten, sondern ihnen auch wichtige Werte wie Regelakzeptanz, Kameradschaft, Verantwortung und Disziplin mit auf dem Weg ins Erwachsenenleben gegeben“, heißt es in der Würdigung. 




Sabine Zannoni


Sabine Zannoni hat als Gründungsmitglied der AG Rudow im Jahr 1997 den Grundstein für die Aktionsgemeinschaft der Rudower Geschäftsleute e.V. gelegt. Von 2005 bis 2013 war sie Vorsitzende des aus 42 lokalen Unternehmen bestehenden Netzwerkes, das sich für den Erhalt und die Stärkung des Ortsteilzentrums Alt-Rudow einsetzt. In den acht Jahren hat es die Vorsitzende zusammen mit ihren Mitstreitern vermocht, dem Rudower Ortskern ein modernes Image zu verleihen, ohne dass der dörfliche Charakter verloren gegangen ist. Besonders gewürdigt hatte Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky den unermüdlichen Einsatz von Sabine Zannoni während der Verschönerung des Ortsteilzentrums in den Jahren. In diesem Zeitraum wurde in Alt-Rudow der Straßenausbau realisiert. Unter Sabine Zannonis Ägide konnte sich auch eine langfristige Kooperation mit dem Kulturamt und der Universität der Künste mit zahlreichen image-pflegenden Kulturprojekten entwickeln.  Hinzu kommen die alljährlichen Meilenfeste sowie die jährliche Weihnachtsbeleuchtung in Alt-Rudow, die die AG Rudow über Spendensammlung finanziert. Außerdem geehrt wurde Sabine Zannonis Einsatz für den Erhalt der Linienführung des Busses 171 durch Alt-Rudow. Der Bus 171 ist ein wichtiger Frequenzbringer für die Unternehmen im Ortsteilzentrum. Auch deswegen kämpft das Unternehmensnetzwerk seit 2011 für den Erhalt der Buslinie 171 durch Alt-Rudow. „Frau Zannoni besitzt die außerordentliche Gabe, Anwohner und Gewerbetreibende gleichermaßen von ihren Ideen und Projekten zu überzeugen und zur aktiven Unterstützung zu mobilisieren. Mit viel Herzenswärme und einem hohen Maß an Durchsetzungskraft ist ihr dieses Kunststück über viele Jahre gelungen“ , hieß es in der Dankesrede.

 

 

 

 

 

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