Flughafen BER

12.07.2012 15:27 von Stephanus Parmann

Rudow droht der Verkehrskolapps

Im Vorfeld der nun für den März 2013 geplanten Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld machen sich die Rudower berechtigte Sorgen. Sie befürchten einen Verkehrsinfarkt in den Straßen des Ortsteilzentrums mit verheerenden Auswirkungen für das Wohnumfeld. Sie wollen es nicht hinnehmen, Opfer einer misslungen Verkehrspolitik zu werden, erheben ihre Stimme und fordern von den in Politik und Wirtschaft verantwortlichen Planern bürgergerechte Lösungen.
Die Fakten: Es gibt keine direkte U-Bahnverbindung über die U-Bahnline 7 zum neuen Flughafen BER.  Auch wurden die ursprünglichen Planungen für die Bahnanbindung und die S-Bahnanbindung zum neuen Flughafen nicht realisiert. Von daher plant die BVG, dass mit den Linien X7 und X11 zwei Zubringer-Busse über die Rudower Spinne aus zum neuen Flughafen im 5-Minuten-Takt fahren. Außerdem plant sie die Verlegung der Buslinie 171 von  Alt-Rudow aus in die Neuköllner Straße, um die Verlängerung der Strecke des X7 zum Flughafenterminal zu finanzieren. Das alles aber hat katastrophale Auswirkungen auf den   Verkehr, die Anwohner sowie den gewerblichen Mittelstand in Rudow, was von  der Aktionsgemeinschaft Rudower Geschäftsleute (AG Rudow) und den Lokalpolitkern der SPD und CDU nicht hingenommen werden wird. Rudow wehrt sich!
Die AG Rudow fordert deshalb, dass die Erreichbarkeit des Ortsteilzentrums Alt-Rudow  gesichert bleibt. Dazu müssen die Streckenführung des Busses A171 durch Alt-Rudow  sowie die Linienführungen der nach Rudow führenden Busse aufrechterhalten bleiben. Um einen Verkehrsinfarkt an der Rudower Spinne (Kreuzungsbereich Neuköllner Straße/ Neudecker Weg/ Großziethener Chaussee) zu verhindern,  müssen die Halteplätze und Abfahrtstellen der Flughafen-Zubringer-Busse X7 und X11 entzerrt werden. Nur so wird der Durchgangsverkehr von PKWs sowie die LKWs gewährleistet und ist der Ortskern von Rudow weiterhin auch gut für Fahrradfahrer und Fußgänger erreichbar.
Den Planungen der BVG zufolge werden voraussichtlich und infolge von Straßenumbaumaßnahmen sowie der Einrichtung von Halteverboten für Bus-  und Betriebshaltestellen rund 40 PKW-Parkplätze verschwinden. Das aber ist für die AG Rudow nicht hinnehmbar, weil auch dies die Erreichbarkeit des Orteilzentrums erheblich einschränkt.
 Zudem gilt es vor dem Start des neuen Flughafens BER Lösungen zu finden für  so genannte „Dauerparker“. Das sind Flugtouristen, die vorhandenen Parkraum in Alt-Rudow für Tage oder Wochen besetzen, ohne den Ortsteil zu besuchen. Um „Dauerparkern“ zuvorzukommen, muss bei der Durchsetzung von Ordnungsmaßnahmen die Personalnot im Ordnungsamt Neukölln mitberücksichtigt werden.
Des Weiteren muss die von der Lokalpolitik geforderte Verlängerung der U-Bahnlinie 7  bis zum Bahnhof Schönefeld in die mittelfristige Gesamtplanung der Verkehrsgestaltung der Rudower Spinne mit einbezogen werden. Nur so kann auf lange Sicht die Attraktivität und Einzigartigkeit des unlängst mit EU-Fördermitteln ausgebauten Ortsteilzentrums Alt-Rudow am Leben gehalten werden.

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