Gedenkgottesdienst für Pfarrer i. R. Manfred Fischer (1948-2013)

20.01.2014 16:58 von Stephanus Parmann

Einsatz für Gedenken an Opfer der Teilung

Pfarrer Manfred Fischer

Mit einem Gedenkgottesdienst in der Kapelle der Versöhnung hat die Stiftung Berliner Mauer am vergangenen Freitag, den 17. Januar, den im Dezember 2013 verstorbenen Pfarrer i.R. Manfred Fischer gewürdigt. Mehr als 150 Menschen, darunter der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sowie zahlreiche Vertreter aus Gesellschaft, Politik und von Opferverbänden sowie Freunde, Kollegen und Wegbegleiter nahmen Abschied von Manfred Fischer, der von 1977 bis 2013 Pfarrer der Evangelischen Versöhnungsgemeinde in der Bernauer Straße war. Die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße mit der Kapelle der Versöhnung ist Teil des Lebenswerkes von Manfred Fischer.

Im Vorfeld der Veranstaltung sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Pfarrer Manfred Fischer hatte einen unbändigen Gestaltungswillen und kämpfte schon früh für den Erhalt der Mauerreste in der Bernauer Straße als einen Ort der Mahnung und Erinnerung. Sein Einsatz, der Opfer von Teilung und Unfreiheit zu gedenken sowie den nachfolgenden Generationen die Bedeutung der freiheitlichen Demokratie zu vermitteln, ist nicht nur ein herausragendes Beispiel zivilgesellschaftlichen Engagements, sondern Manfred Fischer war immer aufrecht und gewann die Herzen durch seine Menschlichkeit.“

Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sprach seine Anerkennung für Manfred Fischer aus: „Nur wenige haben mit so viel Engagement für das Gedenken an die Mauer gekämpft. Vor allem ihm haben wir es zu verdanken, dass an der Bernauer Straße noch relevante Mauerreste zu sehen sind.“
Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, Holger Kulick von der Sophiengemeinde Berlin und Adalbert Kienle vom Verein Friedensbrot, einem Projekt für das sich Manfred Fischer vor allem in den vergangenene Jahren engagierte, würdigten den ehemaligen Pfarrer in ihren Ansprachen: „Er war ein Bürger von großer geistiger Eigenständigkeit, menschlicher Wärme und kritischer Gemeinwohlorientierung. Die Stiftung Berliner Mauer wird ihm mit ihrer Arbeit ein ehrendes Andenken bewahren“, sagte Klausmeier.

 

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