Giffey fordert Verlängerung der U7 zum BER

16.11.2016 10:56 von Stephanus Parmann

Dauerstau in Großziehtener Chaussee nahe der Rudower Spinne

„Ein Hauptstadtflughafen braucht auch eine Hauptstadtanbindung“. Das fordert Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (SPD) vor dem Hintergrund der Diskussion in den Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und Linken auf Landesebene, eventuell den Ausbau der U-Bahnlinien in Berlin in den kommenden fünf Jahren nicht weiter zu verfolgen. Wann, wenn nicht jetzt“, so Giffey, sei „der Zeitpunkt, die Weichen zu stellen und den Ausbau der U7 bis zum BER anzugehen?“. Schließlich seien die Trassen für den Ausbau links der Waltersdorfer Chaussee und im Frauenviertel vorhanden und alle Flächen seien darüber hinaus im Eigentum des Landes Berlin. Mit dieser Auffasssung spricht die Bezirksbürgermeisterin vielen in Neukölln, Rudow und darüber hinaus aus der Seele.  Genau wie die Aktionsgemeinschaft Rudow (AG Rudow), ein Zusammneschluss von Rudower Geschäftsleuten und Diensteleistern, bemerkt Giffey, dass der Busshuttle-Verkehr zwischen U-Bahnhof Rudow und Flughafen an der Rudower Spinne schon jetzt überlastet sei. „Wenn wir den U-Bahn-Fahrenden keine Alternative anbieten, droht die Gefahr eines Verkehrschaos an diesem wichtigen Knotenpunkt“, betont Giffey. Der Ausbau der U7 müsse sowohl im Sinne der Reisenden als auch der Rudower Bevölkerung mit aller Kraft vorangetrieben werden. Neukölln werde mit Eröffnung des neuen Flughafens das Tor zur Hauptstadt sein. Dafür müsse der Berliner Senat die Vorbereitungen treffen. Auch das deckt sich mit der Auffassung der AG Rudow, die sie im Verlauf des Protestes gegen die Verlegung der Buslinie 171 von Alt-Rudow auf die Neuköllner Straße geäußert hat.

Seit vielen Jahren votieren  der Bezirk Neukölln und  die AG Rudow dafür,  den Bus 171 in Alt-Rudow beibehalten. Schon weil auch die AG Rudow guten Grundes befürchtet, dass der Verkehr durch Alt-Rudow zunehmen wird, wenn Autofahrer wegen Verstopfungen an der Ampel Groß-Ziethener/ Neuköllner Straße auf Alt-Rudow ausweichen, weil dort in naher Zukunft fünf Buslinien in Höhe der U7 auf der Neuköllner Straße abfahren, zwei davon im 5-Minuten-Takt ( X7 und X11) zum neuen BER-Flughafen! Wenn der 171er Bus vollständig auf die Neuköllner Straße verlegt werde, habe dies eben auch Auswirkungen auf den Autoverkehr. Der 171er würde nämlich von hier aus zusammen mit vier weiteren Buslinien an der Haltestelle unmittelbar vor der Verkehrskreuzung Groß-Ziethener-Str./ Neuköllner Straße in Richtung Schönefeld fahren. Allein die Flughafenzubringer Busse X7 und X11 starten dann mit der U-Bahntaktung alle fünf Minuten zum neuen Flughafenterminal. So werde alle drei Minuten ein Bus die Kreuzung queren.

Bereits im Jahre 2013 nutzten im „Öffentlichen Personen Nahverkehr“ (ÖPNV) rund 5.000 Bürgerinnen und Bürger pro Tag den Verkehrsknotenpunkt Rudower Spinne, so die AG Rudow. „Von daher sammelte sie in kurzer Zeit insgesamt 7000 Unterschriften aus Rudow und Umgebung für den Erhalt der 171er Buslinienführung durch Alt-Rudow und machte sich stark für  die Verlängerung der U7 bis zum Regionalbahnhof Schönefeld.

 

 

 

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