Heute: Diskussion zur Flüchtlingspolitik

14.01.2016 10:40 von Redaktion

Foto. http://lars-castellucci.de

Kein Thema beherrscht derzeit die Medien so wie die aktuelle Flüchtlingssituation. Ob auf der Arbeit, in privaten Gesprächen, am Infostand oder vielfach auch im Kreis der Familie: In Deutschland wird täglich über die Flüchtlingspolitik diskutiert. Im Jahr 2015 hat Deutschland aus seiner humanitären Verantwortung heraus rund 1 Million Flüchtlingen Schutz geboten. Schließlich besagen unser Grundgesetz und die Genfer Flüchtlingskonvention, dass Menschen, die vor Krieg oder politischer Verfolgung fliehen, in Deutschland Asyl genießen.

Den deutschen Staat stellt dies mitunter vor große Herausforderungen, nicht nur bei der Sicherung seiner Grenzen. Die Situation am Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) konnte lange Zeit nur als beschämend bezeichnet werden und hat den Ruf des weltoffenen Berlins weit über seine Grenzen hinaus beschädigt.

In Neukölln wird alles Menschenmögliche getan, um Flüchtlingen ein Dach über den Kopf zu geben. Hier wurde eigens für die Neuköllner und die Füchtlinge die Neuköllner Koordinierungsstelle für Flüchtlingsfragen (NKF) im Bezirksamt Neukölln eingerichtet. Die Unterbringung von Flüchtlingen musste leider oftmals innerhalb von wenigen Stunden erfolgen. Dies geschah in der Regel mit der Androhung der Beschlagnahme bezirklicher Turnhallen durch das LaGeSo.Allerdings ist die Belegung von Turnhallen mit Massen von Menschen nur eine absolute Notlösung und behindert darüber hinaus den Schulsport. Auch deshalb wurde vor Weihnachten die ehemalige C&A-Filiale an der Karl-Marx-Straße als Flüchtlingsunterkunft hergerichtet. Ab Ende Februar / Anfang März können an diesem Standort bis zu 600 Menschen auf drei Etagen untergebracht werden. Im Erdgeschoss ist der Aufenthaltsraum mit Essensversorgung, Registrierung, Kleiderkammer und Deutschkursen. Der Mietvertrag zwischen dem Land Berlin und dem Eigentümer läuft für drei Jahre. Damit konnte der Bezirk die Beschlagnahmung von vier Sporthallen in Neukölln für die Flüchtlingsunterbringung verhindern. Außerdem soll die Unterkunft in der Haarlemer Straße in Britz von 400 auf 1200 Plätze erhöht werden.

"Die Unterbringung und spätere Integration der Flüchtlinge kann jedoch nur erfolgreich verlaufen, wenn die Flüchtlingszahlen auf Dauer wieder sinken“, heißt es zur Ankündigung der Diskussion auf der Webseite der SPD Rudow. Sie hat mit dem Bundestagsabgeordneten Lars Castelucci einen Experten zum Thema eingeladen, um mit ihm sozialdemokratische Antworten auf die brennenden Fragen zur Flüchtlingspolitik zu diskutieren. Man darf gespannt sein

Los geht es am Donnerstag, dem 14.01. um 19.00 Uhr in der Alten Dorfschule in Alt-Rudow 60, 12355 Berlin.

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben