31. Rudower Hähnewettkrähen

02.05.2019 13:04 von Stephanus Parmann

Kikeriki – „ach wie wundervoll, ein Hahn kräht. Wie auf dem Dorf!“ Stadtmenschen lieben die Natur. Weil sie ihnen im Großstadtlärm- und Getummel fehlt, sehnen sie sich nach der Unberührtheit der Schöpfung. Doch wenn sie ihnen zu nahe kommt, gibt es auch schon mal Ärger, bishin zum Gerichtsstreit, der mal zugunsten der Hähne und zuweilen gegen ihre Halter entschieden wird. Nun, den perfekten Stadthahn, der nur auf Befehl kräht, gibt es noch nicht. Und das ist gut so, dass die lieben Tiere der Hahnhalter am frühen Morgen in Rudows Auen krähen, bis sich die Balken biegen. Zumindest beim alljährlichen Hähnewettkrähen. Es findet in diesem Jahr am Sonntag, dem 5. Mai ab 10.00 Uhr zum 31. Mal im Vereinsgarten des Eigenheim- und Grundbesitzer Rudow e.V. in der Neuköllner Str. 297 bei freien Eintritt für die Besucher statt. Hier nun dürfen die Hähne nach Herzenslust und zu einer zivilen Uhrzeit krähen, ohne dass ihnen wer zu Leibe rückt. Im Gegenteil: Hier können sie ihrem von der Natur auferlegten Drang nachgeben und krähen was das Zeug hält, um ihr Revier zu markieren. Und umso mehr sie krähen, umso größer die Chancen für den Halter, als Sieger aus dem Wettbewerb zu gehen. „Hauptsache der Hahn kräht“, lautet die Devise des Kleintierzuchtvereins D 34. Von daher sind alle Geflügelhalter mit ihren Hähnen zur Teilnahme am Wettkrähen eingeladen.  Rassetiere müssen es nicht sein, auch die Größe spielt hier keine Rolle. Das Startgeld für den 1. und 2. Hahn beträgt je 3,- Euro, jeder weitere Hahn je 1,- Euro. Außerdem müssen die Hähne gegen Hühnerpest geimpft sein und die tierärztliche Impfbescheinigung muss vorliegen“, betont Pressesprecherin Sabine Berthold.  

Das Rudower Hähnewettkrähen ist aber nicht nur für die Hähne selbst ein Vergnügen, sondern ein Spaß für die ganze Familie. Denn hier kann sich der gestresste Großstädter bei Kaffee und Kuchen entspannen, während mancher Hahnhalter ins Schwitzen kommt, weil das liebe Tier, das sich sonst so lautstark bemerkbar macht, keinen Mucks von sich gibt. Dann heißt es: Hahn am richtigen Ort zur falschen Zeit. Doch zum Trost für Züchter und Halter ist die Atmosphäre beim Hähnewettkrähen selbst unter schlechteren Wetterbedingungen stets ausgezeichnet. Hier trifft man sich, kommt miteinander ins Gespräch, tauscht sich aus und genießt das Leben bei Speis und Trank auf der Wiese oder an den vielen Tischen. Hoch konzentrieren müssen sich allerdings die Zähler. Um die Preisträger zu ermitteln, sitzen Freiwillige vor den Käfigen und notieren akribisch jeden Hahnenschrei der von ihnen betreuten Hähne. Wachheit ist dabei garantiert. Gewinnerhähne schaffen es dabei in der Regel in den 45 Minuten auf rund 80 Rufe, auch 120 wurden bereits gezählt! Für die Gewinner, denen der Schirmherr gratuliert, gibt es auch einen Pokal.

Ebenso ein wunderschönes Vergnügen, insbesondere für die Kinder, ist die „17. Bezirksmeisterschaft von Neukölln - Die Wahl des schönsten Hauskaninchens“. Hier nehmen erfahrene Züchter des Vereins die Kaninchen der Kinder zur Begutachtung unter die Lupe. Auch hier sind die Teilnahmebedingungen leger ausgelegt. Wichtig ist, dass die Tiere gepflegt und gesund sind, die Rasse spielt absolut keine Rolle. Ganz nebenbei erhalten die jungen Halter noch den einen oder anderen Tipp vom Profi. Ermittelt wird der Bezirkssieger durch die Bewertung der Züchter und mit Einbeziehung der Stimmen des Publikums. Das Startgeld beträgt je Kaninchen: 2,- Euro. Die Wettbewerbe werden in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Hanhnhalter Peter Scharmberg durchgeführt.  Als Ehrengäste geladen sind der Neuköllner Bezirksbürgermeister, die Bezirksstadträte von Neukölln und die Vorstände der Parteien sowie die Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung. Und die Erfahrung zeigt, dass stets auch viel lokale Politprominenz vor Ort ist, die auch sonntags offen für einen Plausch ist. S.P.

 

Programmablauf

Programmablauf  31. Rudower Hähnewettkrähen

Einsetzen der Hähne bis 09.45 Uhr, Beginn des Krähens 10.30 Uhr

Ende des Krähens 11.15 Uhr, Preisverteilung zirka 13.00 Uhr.

 

17. Bezirksmeisterschaft von Neukölln / Wahl des schönsten Hauskaninchens

Einsetzen der Kaninchen bis 11.30 Uhr, Preisverteilung zirka 14.00 Uhr, Startgeld je Kaninchen: 2,- Euro.

Der Eintritt ist frei! Fahrverbindungen: Bus 171, 167, M11 und U-Bahn Zwickauer Damm.

Autobahn: A113, Ausfahrt Stubenrauchstraße.

Meldung der Teilnehmer bis zum 28. April 2019 beim Ehrenvorsitzenden Eduard Rasmussen, Tel.: 0174 973317 oder per Email an: berti12@web.de.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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