5. Anschlag galt Evangelischer Kirchengemeinde Rudow

16.12.2016 21:20 von Stephanus Parmann

Mehr als Tausend demonstrierten gegen Rechte Gewalt

Wie nun bekannt wurde, hat es in der Nacht von Sonntag auf Montag (12.12.) einen 5. Anschlag gegeben. Laut Pfarrer Michael Wicke von der Evangelischen Kirchengemeinde in Rudow, wurde ein Plakat auf dem Gelände der Gemeinde in der Köpenicker Straße zerstört. Der Schriftzug „Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar. (Beschluss der Landessynode vom 16. Mai 2009)" wurde mit einem Messer aus dem großen Plakat herausgeschnitten und entwendet. Die Evangelische Kirchengemeinde Rudow hat ihr zweites Plakat mit dem gleichen Motiv jetzt in größerer Höhe angebracht. Bereits am Samstag, den 10.12. wurden zwei Hakenkreuze im Umfeld der Evangelischen Kirche entdeckt, eines wurde auf das Zeitungskiosk Köpenicker Straße / Alt-Rudow, ein zweites wurde auf einer Werbetafel gesprüht. Wie wir feststelleten , war das HAkenkreuz in Alt-Rudow sekbst am 17.12. noch zu sehen.

Laut der Mobilen Beratung gegen Rechts ist davon auszugehen, dass hinter den Angriffen Personen aus dem ehemaligen Netzwerk „NW-Berlin“ stecken,die jetzt unter dem Label „Freie Kräfte Berlin Neukölln“ (FKBN) auftreten. Das Vorgehen, die Tatzeit und die Wahl der Ziele sprechen dafür. Erst vor wenigen Monaten hatten die FKBN eine Karte mit „linken Läden“ im Internet veröffentlicht und indirekt zu Gewalt gegen diese aufgerufen.

Als Reaktion auf die Anschläge demonstrierten am heutigen Freitagabend, den 16. Dezember mehr als 1000 Menschen in Neukölln friedlich gegen Rechtspopulismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit. Unter den Demonstranten war auch der SPD Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu sowie Bezirksverordnete der SPD und der Grünen. Der Demonstrationszug bewegte sich vom Hermannplatz aus in Richtung Kottbusser Damm und kam über die Pannierstraße und die Sonnenallee zum Rathaus, wo dei Demonstranten gegen 20.00 Uhr ihre Transparente ausrollten.



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