Kinderrechte ins Grundgesetz Vortrag und Diskussion in der Schliemann-Grundschule am 20.11.21

14.11.2021 09:47 von Redaktion

Am 20. November ist der Internationale Tag der Kinderrechte. Die Schliemann-Grundschule nimmt den Internationalen Tag der Kinderrechte zum Anlass, bereits am Freitag, den 19.11.21, zusammen mit den Schülerinnen und Schülern zu diesem Thema zu arbeiten. Für Samstag, den 20.11.21 laden die Schliemann-Grundschule und die Initiative „Rudow empört sich gemeinsam für Respekt und Vielfalt“ zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein. Vortragende sind die Rechtsanwältinnen Dr. Natalie Ivanits und Ricarda Wilhelm, die sich in ihrer Rudower Kanzlei auf Fragen des Familienrechts spezialisiert haben. Die Veranstaltung beginnt um 15.30 Uhr und findet in der Aula der Schliemann-Grundschule statt. Maximal 50 Personen finden zu dieser 3G-Veranstaltung Einlass. Der Eintritt ist frei. Interessierte kommen bitte frühzeitig, da die Einlasskontrollen zusätzlichen Zeitaufwand bedeuten. Anmeldungen erfolgen bitte bei der Buchhandlung Leporello: telefonisch (66526153), per Mail oder im Laden.

1989, wurde die UN-Kinderrechtskonvention von der UN-Generalversammlung verabschiedet. Alle UN-Mitgliedsstaaten – außer den USA – haben diese ratifiziert. Seitdem gilt es, die Inhalte der Konvention in das nationale Regelwerk zu integrieren. „In Deutschland stockt dieser Prozess. Der jüngste Anlauf der Großen Koalition für eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz ist im Juni 2021 zum Glück gescheitert“, so Heinz- Jürgen- Ostermnan vond er Initiative Rudowempört sich. Die vorgeschlagene Regelung hätte eine Verschlimmbesserung für die Kinder bedeutet.

In Deutschland gibt es ein breites Bündnis von mehr als hundert zivilgesellschaftlichen Organisationen, welche eine adäquate Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz fordern. Unter anderem sollen hier genannt werden das Deutsche Kinderhilfswerk, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Grundschulverband e.V., ProAsyl, Terre des hommes, aber auch Kultureinrichtungen wie das Grips Theater.

Natürlich ist Deutschland nicht annähernd in einer so schwierigen Lage wie viele Entwicklungsländer, wo laut UNICEF immer noch jedes Jahr 8,8 Mio. Kinder die ersten Lebensjahre nicht überstehen. Zahlreiche Faktoren verhindern hier ein kindgemäßes Heranwachsen. Aber auch in Deutschland existieren zahllose Probleme wie Kinderarmut, ungleiche Entwicklungschancen, Kindesmissbrauch, Rassismuserfahrungen. Corona hat gezeigt, dass die Belange der Kinder nicht nur einmal hinten anstehen mussten. Der Klimawandel rückt die Frage nach der Zukunftsfähigkeit gerade mit Blick auf die kommenden Generationen in den Fokus.

Natürlich haben Kinder Rechte. Aber welche? Und wie stehen die Kinderrechte im Verhältnis zu den Rechten von Erwachsenen? Was bedeutet das im Alltag oder was bei großen und langfristigen Entscheidungen? Im Grundgesetz werden Kinder bislang eher als Objekte, nicht als Subjekte erwähnt. Was könnte es für Kinder ändern, wenn Kinderrechte explizit in das Grundgesetz aufgenommen würden?

 

 

 

 

 

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