Musik für Respekt und Vielfalt in Rudow und anderswo

23.05.2019 07:27 von Stephanus Parmann

Foto: Parmann

Vom 24. bis zum 26. Mai 2019 findet mittlerweile zum dritten Mal das Festival „Offenes Neukölln“ statt. Für ein offenes, solidarisches und vielfältiges Neukölln soll in diesem Rahmen geworben werden. Diese Ziele unterstützt und verfolgt auch die Initiative „Rudow empört sich. Gemeinsam für Respekt und Vielfalt“. Alle Neuköllner sind eingeladen, drei Tage lang gemeinsam zu feiern, zu diskutieren und einander kennenzulernen. So auch in Rudow, wo Kulturen verschiedenster Länder beheimatet sind. Doch wie kann man  zusammenkommen, wie sich begegnen und kennenlernen? Eine Brücke bauen kann die Musik. Musik ist ein Lebenselixier, keiner Kultur fremd und allemal bereichernd. Die Initiative „Rudow empört sich. Gemeinsam für Respekt und Vielfalt“ lädt deshalb für Samstag, den 25.5.19, in der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr zur musikalischen Begegnung der Kulturen vor die Alte Dorfschule Rudow in Alt-Rudow 60 ein. Kostenlos und draußen wird es vielseitige Musik, Gesang und Kurzweil geben. Bunt und vielfältig soll es zugehen: ein Spiegel unserer Nachbarschaften mit ihren unterschiedlichen Kulturen wird präsentiert. Musik für gegenseitigen Respekt und Vielfalt!

„Zahlreiche Musikerinnen und Musiker haben ihr Kommen zugesagt, um unsere Veranstaltung „Musik für Respekt und Vielfalt“ mit Leben zu füllen“, freut sich Heinz Jürgen Ostermann von Rudow empört sich. So wird die Gruppe Mana Dunun erwartet, die Trommler der Ufa-Fabrik werden für beste Stimmung sorgen. Wer kennt sie nicht? Immer wieder erscheinen sie bei den unterschiedlichsten Anlässen in der Stadt mit ihren überschäumenden lebensbejahenden Rhythmen. Ebenfalls mit dabei: die Songwriterin Szabine Adamek. Zu ihrem Repertoire gehören auch hebräische, griechische und englische Stücke, die sie auf ihrer zwölfseitigen Gitarre vorstellen wird. Ebenso erwartet wird die berühmte musikalische Botschafterin Sara Rilling. Sie hat Jugendprojekte in Venezuela begleitet und ist mit ihrer MitMachMusik auch in den Gemeinschaftsunterkünften in Berlin aktiv. „Music is a key“ ist das Motto des von ihr initiierten Nachbarschaftsprogramms. Ein weiteres Highlight ist Mustafa Erdogan. Er hat einer Gruppe geflüchteter Jugendlicher die Kenntnisse des Saz-Spielens beigebracht. Die Saz ist ein Zupfinstrument mit birnenförmigem Körper, langem Steg und sieben Saiten. Sie ist in den Kulturen vom Balkan bis nach Afghanistan beheimatet.

Am 9. November 2018 haben sich in der Berliner Erklärung der Vielen über 140 Berliner Kulturinstitutionen aus allen Sparten zu einer solidarischen und demokratischen Gesellschaft und der Freiheit der Kunst bekannt. Die Musikerin und Theaterregisseurin Bernadette La Hengst hat hierzu den passenden Song geschrieben: „Wir sind die Vielen!“. Bereits sechs Musikalben hat sie veröffentlicht und wird das Fest in Rudow bereichern. Ebenfalls vor Ort sein werden Tabea und Anna, Jugendliche aus Rudow. Sie haben an einem Songwriting Camp gegen Rassismus, Ausgrenzung und Mobbing teilgenommen und werden zwei Songs vortragen. Auch Boboy Simanjuntak, ein aus Indonesien stammender und in Rudow beheimateter Theaterregisseur, der unter anderem mit Flüchtlingskindern Theaterstücke erarbeitet, wird Musikalisches darbieten. Extra aus Köpenick kommt der Schulchor der Mosaik Grundschule, einer für alle offenen, sprachbetonten Privatschule. Das Vertraute zwischen Lehrern und Kindern, sowie der friedliche und konstruktive Umgang miteinander wird auch durch den Schulchor widergespiegelt. Spannend wird auch der Auftritt der Musikgruppe „Der Himmel“. Sie spielt nur für wohltätige Zwecke und besteht aus türkischen und deutschen Musikern. Erstere mussten großteils angesichts der jüngeren politischen Entwicklungen aus ihrem Heimatland fliehen.

„Ja, auch Rudow steht für Respekt und Vielfalt, für Solidarität und eine offene Gesellschaft! Wir freuen uns auf alle, die kommen, mit swingen und singen und vielleicht sogar tanzen;“ so Ostermann. Ebenfalls würde sich die seit etwas mehr als einem Jahr bestehende Initiative, die sich für ein friedliches Miteinander in Rudow einsetzt, auch über Spenden freuen, da natürlich im Vorfeld nicht alles kostenlos zu haben ist. 

Spenden bitte auf das Konto der Alten Dorfschule e.V., Verwendungszweck „Rudow empört sich“, IBAN87 1001 0010 0653 539105.

 

 

 

 

 

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