Neukölln packt 240 Schuhkartons

03.12.2014 08:40 von Stephanus Parmann

Bundestagsabgeordnete sammelte neuköllnweit für notleidende Kinder

Christina Schwarzer( Mitte) hilft beim Stapeln der Geschenkkartons

Unter dem Motto „Mit kleinen Dingen Großes bewirken“ startete Anfang Oktober die weltweit größte Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Bis zum 15. November rief der Verein „Geschenke der Hoffnung“ dazu auf, einen mit neuen Geschenken gefüllten Schuhkarton abzugeben. Im Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Christina Schwarzer (CDU) und deren Annahmestellen in Neukölln wurden insgesamt 240 Weihnachtspäckchen abgegeben!  Das sei „überwältigend“, meint Christina Schwarzer dazu. Denn viele Kinder in ärmeren Ländern könnten kein unbeschwertes Leben führen. „Weihnachten im Schuhkarton“ schaffe nun für viele von ihnen einen besonderen Augenblick zur Weihnachtszeit. „Deshalb bin ich den Neuköllnern sehr dankbar, dass sie sich so phantastisch an der Aktion beteiligt haben.“, so Schwarzer. Insofern bedankte sie sich  bei allen mich bei „allen Bürgern und engagierten Mitstreiter in den Annahmestellen!“

Bezirksweite Sammelaktion

Da die Aktion erstmalig in Neukölln vom Wahlkreisbüro am Britzer Damm 113 aus koordiniert wurde, mussten zunächst Annahmestellen als Kooperationspartner gefunden werden. Hierzu zählten die Kreisgeschäftsstelle der CDU Neukölln, das Bürgerbüro von Robbin Juhnke MdA, das Quartiersmanagement Flughafenstraße und Gropiusstadt. Auch die imw Wohnen & Service Immobilien GmbH und das Diakonie Haus Britz des Diakoniewerks Simeon gGmbH waren an der Aktion beteiligt.

Insgesamt galt es für den Wahlkreisbüroleiter Ino Kringel bezirksweit alle Vor- und Nachbereitungen für die erfolgreiche Aktion zu organisieren, vom Verteilen von Infomaterialien bis hin zum Abholen der Schuhkartons, die abschließend mit vielen helfenden Händen versandfertig verpackt wurden. „Da jeder Schuhkarton überprüft werden musste, konnten wir sehen, wie viel Engagement und Herz in einem Schuhkarton steckten. Vielfach wurden sogar Weihnachtskarten in mehreren Sprachen in die Kartons gepackt“, resümiert Schwarzer.  

Unterdessen wurde in den Medien Kritik laut an der Aktion. So berief sich kürzlich eine Tageszeitung in Berlin auf eine Kritik des Erzbistums Trier. Bereits im Oktober 2013 bemängelten Matthias Neff vom Bistum Trier und Axel Seegers vom Erzbistum München-Freising (beide arbeiten im „Fachbereich Weltanschauungsfragen“), dass „zusätzlich zu der Sammelaktion und unabhängig vom Engagement der Teilnehmer“ in den Empfängerländern den Kindern das Evangelium von Jesus Christus als „größtes Geschenk“ offeriert“ werde. Der Verein Geschenke der Hoffnung sei „daher in erster Linie als ein Missionswerk zu verstehen und ist Teil der internationalen evangelikalen Bewegung Billy Graham Evangelistic Association.“ Art und Inhalt der Missionsaktion seien „sowohl von einem Glaubens- und Kirchenverständnis wie von einem Missionsverständnis geprägt, das die katholische Kirche nicht teile“, hieß es in der Stellungnahme. Wir trafen Christina Schwarzer am 1. Advent in Rudow, wo sie den Adventsbasar der Evangelischen Dorfkirche ind er Köpenicker Straße und das Adventsfest der Freiwilligen Feuerwehr Rudow besuchte und befragten sie zur Kritik an der Aktion. Die CDU-Bundestagsabgeordnete versicherte, dass alle Pakete in Neukölln mehrfach versiegelt worden seien, bevor sie abgeschickt wurden.

 

 

 

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