Parkraumbewirtschaftung für Rudow soll geprüft werden

18.02.2021 21:40 von Redaktion

Derzeit ist es ruhig am BER, rund 11. Mio. Fluggäste im Jahr nutzten aufs Jahr gerechnet den Flughafen vor Rudows Haustüre in Zeiten der Pandemie. Das ist gut ein Drittel des Flugverkehrs von 2019. Ähnlich ruhig gestaltet sich derzeit noch die Parkplatzsituation in Rudow. Die Parklätze an der Turnhalle des Hannah-Arendt-Gymnasiums im „Frauenviertel“ sind leergefegt. Allein, in der Vergangenheit standen hier bei Normalbetrieb des alten Flughafen Schönefeld gerne Dauerparker, die dann mit Bus oder Taxi von Rudow zu den Terminals des BER fuhren oder sich ein Taxi nahmen. Wie es bei Normalbetrieb ohne Corona aussieht, davon können Rudower ein Lied singen. Kofferträger nennen sie die Flugreisenden, die mit ihren Rollkoffern hörbar über das Kopfsteinpflaster im Eichenauer Weg oder in den Parallelstraßen schlendern. Hinzu kommen Berufspendler, die hier den Parkraum nutzen. Zuweilen so, dass LKWs, die einen dort ansässigen Lebensmitteldiscounter beliefern, nicht mehr um die Ecken kommen. Auch die Taxifahrer am BER scheinen nicht glücklich, wenn sie für ein Paar Euro Rudow ansteuern sollen, weil dort der eigene PKW ihrer Gäste steht.

Die Flughäfen Tegel und Schönefeld verzeichneten bereits 2019 einen neuen Passagierrekord mit 35,65 Millionen Passagieren. Bei guter Auslastung ist dieses Passagieraufkommen auch für den BER erwartbar. Ein Grund dafür, warum in Rudow die Sorge wächst, dass der Ort im Verkehrschaos versinkt. Das hat den Rudower SPD Bezirksverordneten Peter Scharmberg bewogen, einen Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung zu stellen, der das Bezirksamt um Prüfung einer Parkraumbewirtschaftung bittet, die „in Hinblick auf Park-and-Ride-Situationen und die bevorstehende Eröffnung des BER sinnvoll sein könnte. Des Weiteren wird das Bezirksamt dem Antrag zufolge um Prüfung gebeten, „ob kurzfristig im Umfeld des U-Bahnhof Rudow Parkflächen mit zeitlich begrenzter Parkdauer (Parkscheiben) eingerichtet werden können.“ Der Antrag von Scharmberg ist am 3. Februar in der Fortsetzung der 54. Bezirksverordnetenversammlung mit den Stimmen der SPD und der Grünen mit einem Stimmenverhältnis von 30 zu 20 bei einer Enthaltung angenommen worden. Die CDU stimmte geschlossen gegen den Antrag und hält das Vorhaben, für „rausgeschmissenes Geld“, das woanders besser ausgegeben werden könne, so der Rudower Bezirksverordnete Olaf Schenk. Peter Scharmberg hingegen befürchtet, dass neben Verkehrsproblemen, die durch Falschparker entstehen und neben Anwohnern auch der Rudower Einzelhandel, Geschäfte sowie Dienstleister im Umfeld von Alt-Rudow unter einer zunehmenden Verschärfung der Parkplatzsituation leiden werden.


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