Super Start für Rudow liest

03.03.2018 12:15 von Stephanus Parmann

Fotos: Stephanus Parmann und Nikolaus Fink

„Ich lese sehr gerne, auch noch nach einem langen Arbeitstag, ich brauche das“, betonte Karin Korte (SPD), Neuköllns frisch gewählte Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport in ihrer Eröffnungsansprache von Rudow liest. Als Rudowerin war es ihr eine große Freude, dass ihr erster offizieller Termin auf das schöne von Leporello-Buchhändler Heinz-Jürgen Ostermann initiierte und von Mitgliedern der Aktionsgemeinschaft Rudow (AG Rudow) mitgetragene Lesefest fiel. Korte wünschte den Veranstaltern und Literaten viel Erfolg und den Besuchern der 7. Ausgabe von Rudow liest viel Freude. Danach stellte sie den 45 Besuchern ihr Lieblingsbuch vor. Der Roman heißt: „Das verborgene Wort“, geschrieben von Ulla Hahn, ein Buch, das Bibliotheksleiterin Susann Schaller mit einem Griff parat hatte und für das lesebegeisterte Publikum bereitstellte. Anschließend bekam Frau Korte vom ersten Vorsitzenden der AG Rudow Andreas Kämpf einen bunten Strauß Blumen überreicht. Kämpf gratulierte Korte zum Amtsantritt und dankte ihr für ihr Kommen. Außerdem sprach er den vielen Autoren und Kooperationspartnern der AG Rudow, die sich an der 7. Runde von  Rudow liest beteiligen, seinen Dank aus und überreichte auch der Stadtteilbibliotheksleiterin Susan Schaller einen schönen Blumenstrauß. Danach hatte Boris Pfeiffer das Wort. Er stellte sich ausgiebig vor, erzählte von seinen Büchern und Erlebnissen als Kinderbuchautor und gab zu verstehen, dass er ein Faible hat fürs Krimischreiben, auch wenn man davon nur als Bestsellerautor leben könne. Dann berichtete er, dass er wieder einmal mit dem Grips Theater in Berlin zusammenarbeitet. Hier läuft gerade das Stück „Anton macht's klar“, eine Gangsterkomödie über Geld, über Kinder auf Rollen, ein paar coole Mädchen und einen liebenswerten Angeber, frei nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Milena Baisch. Boris Pfeiffer hat dafür die Bühnenfassung geschrieben. Danach begann er die Lesung aus seinem brandneuen Buch „Dunkelhaus”, einem erst im Herbst im Gmeiner Verlag erschienenen Krimi um die russische Pflegemafia, der Hauptkommissarin Nadja Zeughoff und ihr Team auf der Spur ist, was nicht ohne Folgen für sie bleibt.  Schon nach den ersten Szenen war klar: Pfeiffer ist nicht nur ein interessanter Schriftsteller, sondern auch ein sehr guter Vorleser. Das Publikum war begeistert und applaudierte lang und laut. Danach wurden noch Bücher gekauft und vom Autor signiert. Anschließend besuchte Kulturstadträtin Karin Korte um 20.00 Uhr noch die Lesung mit  Axel Ranisch. Der Filmemacher, Schauspieler und Autor las vor gut 50 Besuchern in der Buchhandlung Leporello aus seinem Debütroman „Nackt über Berlin“ und begeisterte nicht nur die neue Kulturstadträtin. Sie und weitere Lesefestbesucher kauften das Buch von Ranisch und ließen es sich signieren. 

Wie gut sich Rudow liest als Lesefest bereits etabliert hat, zeigte die erste Samstagslesung. Sie fand heute Mittag bei Minus 5 Grad Celsius auf dem Rudower Wochenmarkt statt. Hier begrüßten Buchhändler Heinz-Jürgen-Ostermann und AG Rudow Mitglied Nikolaus Fink von diemarktplaner die vielen Besucher zur Lesung von Nikita Afnasjew. Er brachte sich ein Öfchen mit und las aus seinem Debütroman vor rund 20 Leuten, die sich mit Blick in die Wintersonne in warme Decken einpackten. Auch hier gab es für den Erstlingsroman „Banküberfall, Berghütte oder ans Ende der Welt“ reichlich Applaus.  So konnte Afnasjew, der noch einige Bücher signierte, zufrieden sein.

Wer Lust hat auf Rudow liest, wirft einen Blick auf den Veranstaltungskalender bei www.hier-in-rudow.de, wo einige Lesungen vorgestellt werden, oder liest den Hauptartikel auf der Startseite. Das Programm des Lesefestes steht hier als PDF zum Download bereit. 

 

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