1 A Wurst und Fleisch aus Meisterhand

08.07.2020 19:28 von Stephanus Parmann

Foto: (c) Stephanus Parmann

Der Rudower Wochenmarkt ist um eine Attraktion reicher: Neu auf dem Markt ist die Fleischerei Anja Höhne aus dem brandenburgischen Bliesdorf. Ihr reichhaltiges Angebot an Wurst lässt keine Wünsche übrig. Höhne bietet vom Aufschnitt bis hin zu Wurstspezialitäten alles, was sich Wurstliebhaber wünschen.

Der Familienbetrieb wurde 1987 gegründet, also noch zu DDR-Zeiten, wo es Selbständige sehr schwer hatten. Seitdem wird in Bliesdorf Fleisch von  Anja Höhnes Vater, dem Metzgermeister Höhne und seinen Mitarbeitern verarbeitet, um daraus unter anderem feinste Wurstwaren und Konserven herzustellen. Sauberkeit und Qualität besitzen dabei oberste Priorität, was Kunden wie Frau Zastrow aus Rudow auf den ersten Blick sehen und schätzen. Frau Zastrow schätzt allerdings nicht nur die Hygiene am Stand vor Ort, sondern empfiehlt uns gleich die Rohpolnische und das marinierte Schwein zum Grillen. Echt lecker, betont sie und freut sich, dass der Rudower Wochenmarkt mit Höhne eine Fleischer aus der Region präsentiert. Damit verbunden ist nicht nur ein ökologischer Vorteil, sondern auch beste Qualität: Und die fängt beim Rohstoff, also beim Fleisch an. Und so werden bei Höhne nur Schlachtschweine von bekannten Züchtern aus Brandenburg eingekauft, die in den modernen Räumen des Fachbetriebs verarbeitet werden. So etwa in den Reiferäumen, wo köstliche Salami, Räucherlinge und weitere hauseigene Spezialitäten ihr unvergleichliches Aroma entwickeln. Hier trifft handwerkliches Geschick auf traditionelle und bewährte Rezepte.
  
„Wir fühlen uns der eigenen Tradition verpflichtet, suchen aber auch nach neuen Kombinationen, welche die Geschmacksnerven unserer Kunden auf bekömmliche Art reizen“, betont Geschäftsführerin Anja Höhne. Das Ergebnis lässt sich sehen, unvergleichlich gut schmeckt die Wildschweinsalami. Gaumenfreuden bereiten uns auch der Knoblauchspeck und die grobe Leberwurst, die zusammen mit frischem Brot vom Bäcker Obergfell schmecken wie zu Omas Zeiten! Apropos Wildschweinsalami. Hier hat Metzgermeister Höhne ein Glanzstück vollbracht, indem er den etwas strengeren Geschmack des Wildschweins (Anteil 50 %) mit „normalem“ Schweinefleisch (35 %)  gemischt und 15 Prozent Speck beigegeben hat. Das Ergebnis ist einfach super, jeder Biss ein wahrer Genuss! Die Gewürzrezeptur wird allerdings nicht verraten. Schön ist ebenfalls das große Angebot an Fleischkäse. Daneben gibt es auch Hausmacherwurst, Gulasch und  Soljanka in Gläser, praktisch und gut für all jene, die was Leckeres in Reserve halten wollen. Für alle, die sie nicht kennen: Soljanka ist die heißgeliebte Sauer-Scharf-Suppe der Osteuropäer und hat ihren Ursprung wohl in Russland. Mit ihr und dem  DDR Leberkäse kommt ein gutes Stück Ostalgie auf den Rudower Markt.  Darüberhinaus gibt es auch Fleisch im Angebot. Wie dem auch sei, wir können froh sein, dass Familienbetriebe wie die Landfleischerei Höhne die gute alte Tradition und Vielfalt der deutschen Wurstmacherkunst wie einen Goldschatz bewahren und sie an die folgenden Generationen weitergeben. Ob Walnuss- oder Hirschsalami, Kräuterlachs, Bierschinken, Jagdwurst, Hackepeter, Thymiansalami oder Preiselbeerleberwurst - es ist die regionale Vielfalt an jedem Stand auf dem Wochenmarkt, die ihn unvergleichlich macht.  Auch hier bei Fleischer Höhne auf dem Rudower Wochenmarkt kommt der Kunde direkt mit dem Produzenten ins Gespräch. Und vielleicht entwicklen sich daraus morgen schon Ideen für neue und wertvolle Lebensmittelprodukte, die wirklich den Bedürfnissen der Konsumenten entsprechen.

Fleischerei Anja Höhne, immer mittwochs auf dem Rudower Wochenmarkt

in der Prierosser Straße in der Zeit von 8.00 – 13.00 Uhr

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