Obst und Gemüse aus Meisterhand

21.02.2018 20:20 von Stephanus Parmann

Heike und Rainer Leue mti Landwirt Christan Ott, Foto: Parmann

Herrlicher Romanesco, knackige Salate und Paprika, frischer Spinat, handverlesene Möhren und leckere deutsche Äpfel –das Obst und Gemüse, das Landwirtschaftsmeister Christian Ott an seinem gut zehn Meter langen Stand samstags auf dem Rudower Markt anbietet, ist frisch, saisonal ausgereift und schmeckt von daher besonders aromatisch. Das jedenfalls sagen die vielen Stammkunden, die Landwirt Ott in kurzer Zeit hier für sich gewinnen konnte. „Die Ware ist ausgezeichnet, die Bedienung freundlich und Preis-Leistung stimmen, betont Berta Haack und gibt uns zu verstehen, dass sie schon weiß, bei wem sie einkauft: „Wissen Sie, meine Kinder sind auch Landwirte, genau wie Herr Ott“.

Christian Ott stammt aus einer der wenigen verbliebenen Berliner Landwirtschaftsfamilien und gründete 2009 seinen eigenen Betrieb mit einem Umzug nach Müncheberg, dem Tor zur märkischen Schweiz. Das war drei Jahre nachdem der von Großvater und Vater bewirtschaftete Hof in Spandau, der sich dem Gemüseanbau widmete, 2006 tragischerweise komplett niederbrannte. Mit dem Umzug nach Müncheberg entwickelte sich der neue Betrieb stetig weiter. „Hier konnten wir die Anbaumengen der Gemüsekulturen wie Petersilie, Schnittlauch und andere Küchenkräuter für die Belieferung des Berliner Großmarktes verbessern und vergrößern“, erzählt Herr Ott. Nur sechs Jahre später übernimmt er eine Gärtnerei mit Gewächshausflächen im nahegelegenen Gusow-Platkow im Oderbruch, nachdem die alten Betreiber verdient in Rente gingen. Damit machte der Betrieb einen großen Schritt in Richtung Direktvermarktung: Neben dem Anbau von Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen und weiteren Kulturen kam nun der Anbau von verschiedensten Beet- und Balkonpflanzen hinzu. Gegenwärtig deckt der Betrieb mit rund 100 ha Ackerland alle hier anbaubaren Kulturen ab, auf gut 50 ha wird Gemüse angebaut. Hinzu kommt das ein Hektar große Gewächshaus. Aus eigener Produktion bietet Christian Ott der Saison entsprechend Grünkohl, Porree, Weißkohl, Rotkohl, Kohlrüben, Möhren, Petersilienwurzel, Pastinaken, Kartoffeln, Sellerie und Rote Beete an. Natürlich gibt es am Marktstand in Rudow auch Südfrüchte wie beispielsweise  große saftige Apfelsinen, Zitronen und Clementinen. Auch jede Menge leckere Apelsorten findet der Kenner hier: So den Holsteiner Cox, Wellant und Boskop, der sich als Winterapfel bestens eignet für die Zubereitung von Apfelpfannkuchen und als Bratapfel. Neben dem Wellant mit seiner leicht würzig-aromatischen Note und herrlich abgestimmten Balance von Säure und Süße, greifen wir heute zur Birne. Schließlich trifft man die Traditonssorte „Gute Luise“ eher seltener auf Märkten an – eigentlich schade, denn ihr vollreifes, saftiges Aroma ist einfach verführerisch. Kein Wunder, dass sie für edelsten Birnenbrand verarbeitet wird.  Nun, was für den Eigenanbau gilt, ist auch Maß bei der zugekauften Ware. So achtet Landwirt Ott stets darauf, dass sie nach Möglichkeit aus der Region stammt und dass sie vor allem dem hohen Qualitätsstandard entspricht, die er beim Eigenanbau anlegt. Und hier liegt die Messlatte hoch. Denn bei Ott werden vom Saatkorn bis zur  Jungpflanze absolut keine Zusatzstoffe oder ähnliches verwendet, das der Haltbarkeit dient! Und das schmeckt man. Davon jedenfalls sind Otts Kunden überzeugt. „Hier schmeckt  alles sehr gut – der Service ist top und die Auswahl an Gemüse und Obst ist immer sehr groß“, betonen die Marktgänger Heike und Rainer Leue und Monika Ollieck aus Rudow, die für den frischen Romanesco schwärmt. Sie alle dürfen sich darauf freuen, dass ab März immer mehr Produkte aus Otts Eigenanbau aus dem Oderbruch auf den Rudower Markt kommen, darunter auch jede Menge Kräutertöpfe. Aber das ist nicht alles: Zum Service von Ott gehört auch, dass er seinen Kunden spezielle Wünsche erfüllt, schließlich ist der Kunde hier König.

Gartenbaubetrieb Christian Ott, Immer samstags von 8.00-13.00 Uhr auf dem Rudower Markt in der Prierosser Straße.

Der Betrieb Ott kann leider bei Minusgraden nicht auf dem Markt stehen, weil die Ware sonst über die Fahrt einfrieren würde. 

 

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